7 Stars mit gescheiterten Modelinien

Prominente verdienen oftmals massenweise Geld und erhalten daher auch ganz gerne ihre eigenen Modelabel – wodurch wiederum Geld mit ihnen verdient wird. Leider sind in puncto Mode und Design nicht alle Stars sonderlich begabt und daher gibt es auch eine nicht unerhebliche Zahl prominenter Modelinien, die gescheitert sind. Viele davon sind in Vergessenheit geraten und so kamen wir auf die Idee, ein paar davon aufzulisten. Man hätte die Stars warnen sollen – Mode ist ein ziemlich gnadenloses Geschäft. Hier sind sieben Prominente mit gescheiterten Modelinien.

7. Heidi Montag

Auf dem Gipfel ihres Ruhms besaß Heidi Montag ihre eigene Modelinie. 2008 arbeitete sie mir Anchor Blue zusammen, um Heidiwood ins Leben zu rufen. Auch wenn die Kleidung erschwinglich war – alles kostete zwischen 10 und 60 US-Dollar – so mangelte es doch an Qualität. Nachdem ihr einjähriger Vertrag vorbei war, entschied Blue Anchor sich dazu, ihn nicht zu verlängern und verkündete sich in Zukunft von prominenter Unterstützung fernzuhalten. „Wir haben das Gefühl, dass das eine Jahr für beide Parteien großartig war und sehen uns andere Optionen an“ hieß es aus dem Unternehmen. „Wir haben erkannt, dass wir wirklich entdecken wollen, was Stil unserem Mädchen wirklich bedeutet … und das muss nicht unbedingt ein Star-Label sein. In Wirklichkeit bedeutet es Mode und Komfort und wir schaffen das auch mit unserer eigenen Marke.“

Das klingt ziemlich danach, als hätte der ehemalige Reality-TV-Star hier eindeutig mehr verdient als Blue Anchor und daher ist es auch verständlich, dass die Firma ihre Verluste begrenzte.

Entertainment Press / Shutterstock.com

6. Avril Lavigne

Avril Lavigne ist eine weitere Berühmtheit, die ihre eigene Modelinie hat. „Abbey Dawn“ genannt, erschien sie 2008 und wurde angeblich von ihrem eigenen Kleidungsstil inspiriert. „Es ist, wer ich bin und was ich für cool halte und was ich tragen würde“, sagte sie. „Ich kann wortwörtlich mit allem ankommen, was ich gerne tragen würde und dann wird es produziert und ich kriege es.“ Außerdem fügte sie hinzu, dass sie Kleidung für Menschen in ihren 20ern mache – zu Schade, dass es aber wohl nur Minderjährige reizt.

Die „Complicated“-Sängerin mag Abbey Dawn gut bei der New York Fashion Week platziert zu haben, dem Publikum gefiel das Ganze nicht besonders. „Wenn man Totenschädel, Glitzer und Graffiti mag, dann sollte man bei Abbey Dawn einkaufen“, sagte ein Kritiker. Und ein weiterer: „Vielleicht bezieht sich Abbey Dawns ´What The Hell´-T-Shirt gar nicht auf ihre letzte Single.

s_bukley / Shutterstock.com

5. Mandy Moore

2005 betrat Mandy Moore die Modewelt mit ihrem Label Mblem, das moderne Strickmuster und Kaschmirkleidung für größere Frauen anbot. 2009 allerdings gab sie bekannt, dass das Laben schließen würde. „Ich liebe Mode und sehe sie mit Faszination und Demut“, sagte sie damals in einem Interview. „Wenn ich noch mal mitmachen würde, dann nur im richtigen Moment … mit einer tollen Geschäftsbeziehung, die mich und meine Ideen wahrhaftig reflektiert. Und das ist hier einfach nicht geschehen. Beim nächsten Mal also wird das ganz oben stehen.“

Moore gab als weiteren Grund an, sich wieder mehr auf ihre Musikkarriere konzentrieren zu wollen. Im selben Jahr erschien ihr sechstes Studioalbum – Amanda Leigh – und erhielt gute Rezensionen. Dennoch verkauften sich nur 100.000 Kopien. Im Augenblick arbeitet sie an ihrem siebten Album.

Helga Esteb / Shutterstock.com

4. Lindsay Lohan

Lindsay Lohan hat schon zwei verschiedene modische Abenteuer hinter sich, von denen beide erfolglos blieben. 2008 brachte sie ein Legginslabel heraus – 6126 – das sich letztendlich zu einer ganzen Kleidungslinie entwickelte. Doch ähnlich dem Rest ihres Lebens gab es hier vor allem Drama und nicht so sehr Mode. Sie verklagte den Hersteller D.N.A.M. Apparel Industries auf 1,1 Millionen Dollar, da die Firma die Marke „6126“ zwar lizenziert hatte, die Zahlung an Lohan jedoch nicht erfolgte. Am Ende reichte D.N.A.M Gegenklage in Höhe von fünf Millionen ein – mit der Behauptung, dass ihr Partygirl-Image den Verkauf der Kleidung unmöglich machte. Zu guter Letzt einigte man sich auf einen Vergleich über 150.000 Dollar.

Außer ihrer Legginslinie versuchte sie sich 2009 noch als künstlerische Beraterin für Emanuel Ungaro. Dessen Kollektion erntete daraufhin schreckliche Kritiken und Lohan wurde umgehend entlassen.

Everett Collection / Shutterstock.com

3. Sarah Jessica Parker

Sarah Jessica Parker startete ihre eigene Modelinie im Jahr 2007 unter dem Namen „Bitten“. Das Label entstand in Partnerschaft mit der Discount-Kleidungskette Steve & Barry’s und beinhaltete sehr günstige Mode sowie Accessoires für weniger als 20 US-Dollar. „Das Ziel war, Frauen mit begrenzten finanziellen Mitteln Zugang zu guter, einfacher und gutgemachter Kleidung zu bieten, auf die man stolz sein kann“, sagte Parker. Und obwohl die Linie sowohl kommerziell als auch bei Kritikern gut ankam, so wurde sie doch aufgelöst, als Steve & Barry’s bankrott gingen.

2014 versuchte sich der ehemalige „Sex and the City“-Star ein weiteres Mal als Designerin und brachte die Schuhmarke „SJP Collection“ mit Hilfe von Nordstrom auf den Markt. Im Gegensatz zu ihrer ersten Linie geht es hier allerdings bei Weitem nicht mehr so günstig zu, denn die Schuhe kosten zwischen 195 und 500 Dollar. „Ich habe mich von Dingen aus meinem Leben inspirieren lassen, wie z.B. den Ripsbändern, die ich mir als Kind in die Haare gebunden hab, den Blumenakzenten aus Sex and the City oder klassischen Stilen der späten Siebziger und frühen Achtziger“, sagte sie Vogue. „Ich glaube fest an Qualität und Zeitlosigkeit und habe diese Kollektion gemacht, so dass Frauen die Schuhe über viele Jahre hinweg tragen wollen und können.“

Featureflash / Shutterstock.com

2. Jennifer Lopez

Jennifer Lopez tat sich 2001 mit Tommy Hilfiger’s Bruder Andy zusammen und kreierte „Sweetface Fashion“. Denise Seegal, der Präsidentin der Firma, zufolge war Sweetfaces Ziel „die Kunden von Kopf bis Fuß mit Produkten einzukleiden, die von Jennifer Lopez inspiriert wurden. Unterwäsche wird dabei ein wichtiger Teil des Jlo-Looks sein.“ Anscheinend sah es aber nicht danach aus, als ob Modefreunde sehr interessiert daran gewesen wären, sich so anzuziehen wie Lopez. 2007 wurde die Produktion schließlich aufgrund schlechter Absatzzahlen eingestellt. Ein großes Problem, das die Kunden mit den Kleidern hatten, war, dass sie überteuert und schlecht verarbeitet waren.

JLo gab sich der New York Times gegenüber sehr enttäuscht: „Ich finde, dass ich nie eine faire Chance hatte, es richtig zu machen. Und obendrein hatte ich das Gefühl, in einer Situation gefangen zu sein, wo mein Name auf Dingen stand, an die ich nicht geglaubt habe.“

Helga Esteb / Shutterstock.com

1. Beyonce

Beyonce‘s Modelinie – House of Deréon – die sie 2006 mit ihrer Mutter Tina schuf hatte einige ziemlich schlechte Rezensionen. Als „schmerzhaft anzusehen“ wurde die Kleidung bezeichnet und dafür kritisiert, dass sie zu viele Knöpfe, Schleifen und Logos besaß. Zu dem kam, dass die Preise zu hoch waren. Im Jahr 2012 versuchten Beyonce und ihre Mutter dann die Marke neu zu erfinden, indem sie den Ableger Deréon einstellten und modischere Kleidung anboten, die von der Sängerin selbst entworfen war. Es funktionierte nicht und die Marke verschwand aus der Modewelt.

2014 war dann die Zeit reif für einen weiteren Versuch Beyonces. Sie unterzeichnete einen Deal mit dem britischen Kleidungshaus Topshop, um athletische Street-Wear zu produzieren. „Eine Partnerschaft mit Beyonce, einem Menschen, der extrem hart arbeitet und enorm talentiert ist, der täglich viele Stunden mit Tanzen, Proben und Trainieren verbringt, ist eine einzigartige Gelegenheit, um Mode dieser Kategorie zu entwickeln“, sagte Sir Philip Green. Wir können nur hoffen, dass es erfolgreicher wird als House of Deréon.

Everett Collection / Shutterstock.com
Avatar

Mike McAninch

X